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Aus der Festschrift vom 75-
Im Jahr 1885 wurde in Bern der erste Samariterkurs in der Schweiz durchgeführt und im gleichen Jahr konnte der erste Samariterverein aus der Taufe gehoben werden. Weitere Kurse fanden dann in den grösseren Städten statt und im Jahre 1888 erfolgte die Gründung des schweizerischen Samariterbundes.
Auch in Rapperswil hatte man ein offenes Ohr für die Worte des grossen Mannes Henry Dunant: "Den Verwundeten und Kranken wollen wir helfen".
So beschloss der gemeinnützige Frauenverein Rapperswil-
Im Jahr darauf, nach Kriegsausbruch, wurden unter der Leitung von Herrn Dr. Niklaus Gschwend, zwei Samariterkurse mit 100 und 175 Teilnehmern durchgeführt. In Rapperswil, Kempraten und Jona richtete man die ersten Samariterposten ein. Die Patienten mussten oft nach erster Hilfeleistung per Ross und Wagen in die Spitäler Rüti und Uznach transportiert werden. Herr Dr. N. Gschwend hat oft schwerkranke Patienten und Wöchnerinnen im Krankenwagen der Stadt Rapperswil, nicht motorisiert, von einem Pferd gezogen, in die Spitäler begleitet. Im Jahr 1918, als eine Grippe-
Im Jahr 1917 besuchten Frl. Lina Winiger und 1920 Frl. Wolfensberger einen Samariterlehrerkurs. In den darauffolgenden Jahren wurden zur realistischen Weiterbildung Feldübungen im oft unwegsamen Gelände, am Schindelberg, Mürtschenstock, im Klöntal, am Etzel, im Wäggital und auf der Lützelau durchgeführt. Auf der Ufenau wurde die Landebewilligung verweigert. Offenbar hatte man damals noch Zeit und Kraft, um stundenlange Anmärsche zu bewältigen. Fast alle Jahre fanden, organisiert durch den Samariterverband des Kantons Zürich, welchem wir angeschlossen sind, Samariterlandsgemeinden statt. Es war natürlich Ehrensache, dass der Verein vollzählig daran teilnahm.
Abwechslungsweise wurden die monatlichen Samariterübungen in Rapperswil und Jona abgehalten. Da die Uebungslokale für über 100 Mitglieder oft zu klein waren, wurde auf Initiative von Herrn Dr. Joseph Mächler im Jahr 1931 der Samariterverein Jona gegründet. Während den Kriegsjahren 1939-
Mit der ÜBUNGSLOKALFRAGE hatte der Samariterverein seit seiner Gründung immer zu kämpfen. Man wechselte vom Schwanen zum Du Lac, Volksheim, Kath. Schulhaus, Postbaracke, Evang. Schulhaus, bis wir nun im Gewerbeschulhaus in verdankenswerterweise einquartiert sind. Natürlich musste auch das Uebungs-
Die AUSBILDUNGSMETHODEN haben im Verlaufe der Jahre und neuen Erkenntnissen geändert. Bis Ende der 50er Jahre wurde nach den Richtlinien des Sanitätslehrbuches der Schweizerarmee instruiert. Es folgte dann die Ausbildung mit Schriften an der Moltonwand und seit der Einführung des Obligatorium zum Besuch eines Nothelferkurses für Autofahrschüler 1973 wurden die Lektionen Lebensrettende Sofortmassnahmen: Lagerung, Beatmung, Blutstillung, Schockbehandlung und Massnahmen bei Verkehrs-
Das POSTENSTEHEN bei Sport-
Die BLUTSPENDEAKTIONEN, welche für das schweizerische Rote Kreuz seit 1958 organisiert werden, sind für den Samariterverein eine dankbare, aber auch aufwendige Arbeit. Es müssen jedesmal ca. 40 Samariterinnen und Samariter aufgeboten werden, um einen raschen und reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Anfänglich bis 1971 fand diese Aktion einmal und ab 1972 zweimal jährlich statt. Im Jahre 1980 konnten wir den 5000sten Spender ehren und bis 1984 waren es bereits 7793. Somit konnten aus Rapperswil 3317 Liter des kostbaren Saftes, der so vielen Menschen das Leben rettet, nach Bern abgeliefert werden. Einen herzlichen Dank möchten wir der Verwaltung des Technikums für die Benützung der Räume zur Durchführung dieser Aktion aussprechen.
Dem KURS-
In den 1380 Samaritervereinen der Schweiz wurden seit der Einführung dieser Kurse über eine Million Nothelfer ausgebildet.
Nebst der Hilfe am Mitmenschen sind es die vielen schönen Erlebnisse, Stunden der Kameradschaft während und nach den Übungen, der jährlichen Vereinsausflug, welche den Kitt bilden, der den Verein mit seinen 80 Mitgliedern zusammenhält. Dass der Verein von der Bevölkerung geschätzt wird, beweisen die 800 treuen Passivmitglieder, welche unseren Verein finanziell unterstützen.
Mit Freude wollen wir in die Zukunft blicken, wenn es auch nie an Arbeit und Aufgaben fehlen wird. Wir hoffen aber, dass es immer Idealisten geben möge, die zum Wohle unserer Mitmenschen bereit sind, nach dem Sinnbild des biblischen Samariters zu helfen und die Idee unseres grossen Vorbildes Henry Dunant weiter zu tragen.
Franz Wespe